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Medienmitteilung

Pressekonferenz 14. Juni 2021

Agglomerationsprogramm 4. Generation geht nach Bern


Der Verein Agglo Obersee hat als Trägerschaft das Agglomerationsprogramm 4. Generation verabschiedet. Dieses wird am 15. Juni 2021 beim Bund eingereicht. Das neue Programm baut auf der ersten (2007), der zweiten (2011) und der dritten Generation (2016) auf und gibt Antworten auf die Herausforderungen der räumlichen Entwicklung des Oberseeraums.

Mit den Agglomerationsprogrammen der 1., 2. und 3. Generation konnten bereits einige Erfolge verzeichnet werden. Alle Programme haben in der Bewertung durch den Bund 4 Punkte erzielt und damit 10.9 Mio. CHF (1. Generation), 29.07 Mio. CHF (2. Generation) sowie 29.48 Mio. CHF (3. Generation) Bundesbeiträge (Kostenstand 2005) zugesprochen erhalten. Es sind bereits verschiedene Massnahmen wie die Umsteigeknotenpunkte Lachen SZ, Bubikon ZH oder Richterswil ZH, die Fuss- und Velowege in Dürnten ZH, die Buspriorisierungen in Rapperswil-Jona SG, die Zentrumsentlastung und Dorfkernaufwertung Lachen SZ oder die Ortsdurchfahrt Feusisberg umgesetzt worden. Mit der Eingabe des AP 4G beim Bund am 15. Juni 2021 strebt die Agglo Obersee eine erneute Unterstützung mit Bundesbeiträgen zur Umsetzung von Massnahmen an.


Das Bild der Agglo Obersee

Das Bild der Agglo Obersee wurde im Rahmen der 2. Generation entwickelt und ist auch in den nachfolgenden Generationen weiterhin gültig. Folgende Vision wird durch die Umsetzung der Massnahmen aller vier Programme angestrebt: Der Obersee und der Seedamm sind die strukturgebenden und zugleich verbindenden Elemente der Regionalstadt Obersee. Die Entwicklung der Regionalstadt Obersee findet primär in den bestehenden Bauzonen statt. Für die Bevölkerung stehen stadtnahe Gebiete für Freizeit und Naherholung zur Verfügung, die Naturräume bieten einen Zugang zur vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft in der Regionalstadt. Die Stadtbahn Obersee und das weitere Bahnnetz als Hauptverbindungsachsen stellen einen städtischen Takt her und erschliessen die wichtigsten Siedlungsgebiete. Auf weiteren nachfragestarken Achsen ist ein gut ausgebautes Busnetz (Regional- und Ortsbusse) vorhanden.


Fokus AP 4G auf Entwicklung in drei Teilräumen

Im AP 4G werden gezielte räumliche Schwerpunkte gesetzt. Ein besonderer Fokus der Entwicklung liegt in der Linth um das regionale Zentrum Uznach, in der March um das regionale Zentrum Siebnen-Wangen und in den Höfen um das Hauptzentrum Pfäffikon SZ.  In diesen Räumen erfolgt aufgrund der vorhandenen Dynamik bzw. der geplanten Veränderungen eine besondere Koordination bei der Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen im Siedlungs- und Verkehrsbereich.


4. Generation mit diversen Massnahmenschwerpunkten

Wie bereits in den ersten drei Agglomerationsprogrammen beinhaltet auch die 4. Generation ein aufeinander abgestimmtes Massnahmenbündel. Im Siedlungsbereich besteht die massgebliche Stossrichtung in der Bezeichnung von Verdichtungsgebieten in allen Gemeinden und von ausgewählten Entwicklungsschwerpunkten beispielsweise für Wohnen / Dienstleistung in Altendorf, Rapperswil-Jona und Uznach sowie in der klimaangepassten Gestaltung des Siedlungsraums. Als zentrale Massnahmen im Öffentlichen Verkehr gelten die Erweiterungen der multimodalen Funktionen von Bahnhöfen Altendorf, Uznach und Reichenburg, um diverse Umsteigebeziehungen attraktiver zu machen. Im Bereich Motorisierter Individualverkehr sind die Aufwertung diverser Ortsdurchfahrten wie beispielsweise in Schmerikon, Rüti ZH, Dürnten, Tuggen, Wangen und Siebnen geplant. Im Bereich Fuss- und Veloverkehr sind diverse Massnahmen zur Schliessung von Lücken und Behebung von Schwachstellen im bestehenden Netz, insbesondere auf dem Schwyzer Kantonsgebiet vorgesehen. Im Landschaftsbereich wird ein Schwerpunkt auf die Erweiterung respektive Aufwertung der öffentlich zugänglichen See- und Flussuferbereiche sowie Landschaftskorridore und Biodiversitäts-Hotspots gelegt. Für die Umsetzung der infrastrukturellen A-Massnahmen in den Jahren 2024 bis 2028 veranschlagt die Agglo Obersee insgesamt knapp 150 Mio. CHF Investitionskosten.


Ausblick zu weiteren Tätigkeiten

Der Verein Agglo Obersee lässt im Jahr 2021 weitere Themen und Projekte zusätzlich zum Agglomerationsprogramm einfliessen. Damit soll insbesondere die Zusammenarbeit innerhalb der Agglo gestärkt, gemeinsame Ideen entwickelt, Kräfte gebündelt, Synergien gestärkt und der Bekanntheitsgrad der Agglo Obersee erhöht werden. Dazu zählen beispielsweise die in Kooperation mit diversen Partnern umgesetzten Projekte Obersee-Fähre, Linth-Fähre, Obersee-Rundweg mit seiner Inszenierung als Erlebnisweg aber auch weitere Projekte im Mobilitätsmanagement.

 

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