Medienmitteilung

Januar 2018

Agglomerationsprogramm der dritten Generation mit hervorragenden Bewertungsergebnissen

Die Agglo Obersee hat Ende 2016 auch für die 3. Finanzierungsperiode ein Agglomerationspro­gramm beim Bund eingereicht. Darin werden Themen aus den beiden vorherigen Pro­grammen vertieft und dem Bund weitere Infrastrukturmassnahmen zur Mitfinanzierung beantragt.

Luftaufnahme Agglo Obersee

In seinem Prüfbericht und Antrag kommt das Amt für Raumentwicklung zum Schluss, die neuen Massnahmen in der Agglo Obersee dem Parlament mit insgesamt 28.5 Mio. CHF zur Mitfinanzierung vorzuschlagen.

Im Wesentlichen wollen die Gemeinden der Agglo Obersee in ihrem neuen Programm an den vorangehenden Programmen und Massnahmen anknüpfen. Dazu gehören insbesondere Massnahme im Bereich Verkehrssicherheit, Fussverkehr sowie die Fokussierung in der Siedlungsentwicklung. Aus dem Vernehmlassungsentwurf geht hervor, dass der Bund insbesondere folgende Massnahmen mit einem Beitragssatz von 35% mitfinanzieren will:

• Pfäffikon Ost mit 12 Mio. CHF
• Lachen, Zentrum 2.2 Mio. CHF
• Rüti Ferrachstrasse 1.78 Mio. CHF
• Rapperswil-Jona (Eichwies) 1.78 Mio. CHF
• Rapperswil-Jona Blumenau 1.42 Mio. CHF
• Paket diverse Langsamverkehrsmassnahmen 6.18 Mio. CHF

Nach den erfolgreichen Agglomerationsprogrammen der ersten und der zweiten Generation erarbeitete der Verein Agglo Obersee 2015/2016 ein drittes Programm. Darin wurden vor allem Inhalte und Themen aus den beiden vorangehenden Programmen weiterentwickelt und vertieft wie z.B. die Verkehrssicherheit, der Fussverkehr oder die Fokussierung der Siedlungsentwicklung. Das Programm enthielt auch Infrastrukturmassnahmen, die teilweise durch den Bund mitfinanziert werden sollten. Dazu gehören unter anderem die Umgestaltung von Strassenräumen in Rapperswil-Jona und Rüti, der Zubringer zum neu geplanten Autobahnanschluss Halten in den Gemeinden Freienbach und Wollerau oder weitere Fuss- und Radwege. Die Umsetzung der Infrastrukturmassnahmen der dritten Generation sind für die Jahre 2019 bis 2022 vorgesehen.

Erfolgreiche Agglomerationsprojekte

Ebenfalls im Rahmen des Programms der Agglo Obersee hat die Gemeinde Richterswil ZH 2016 den Bahnhofplatz umgestaltet und einen modernen Bushof erstellt. Durch den attraktiven und funktionalen Platz profitieren Bahn- und Busbenützende von optimalen Umsteigemöglichkeiten. Auf Grund der erwarteten positiven Wirkung auf die Gesamtverkehrsentwicklung hatte der Bund dazu einen Beitrag in der Höhe von 1.25 Mio. CHF an die Gesamtkosten von 3.9 Mio. CHF gesprochen.
Nebst dem Bushof Richterswil ist auch die Zentrumsentlastung Lachen SZ ein Beispiel eines bedeutenden Projektes, das im Rahmen des Agglomerationsprogramms der zweiten Generation realisiert werden konnte. Die Bauarbeiten konnten im Herbst 2017 abgeschlossen und die neue Verkehrsführung mit einer feierlichen Einweihung in Betrieb genommen werden. Der Bund leistete auf Grund der erwarteten positiven Wirkung in Bezug auf die Ziele der Agglomeration einen Beitrag an das Projekt in der Höhe von rund 11 Mio. CHF.

Verzögerungen durch politische Prozesse

Aus den vorangehenden beiden Agglomerationsprogrammen konnten insbesondere in den beiden Zentrumsgemeinden Rapperswil-Jona und Pfäffikon einige Massnahmen noch nicht umgesetzt werden. Neu will der Bund die Finanzierungszusicherungen zeitlich limitieren. Die Agglo Obersee will die vorgesehenen Massnahmen noch vor dem Verfalldatum umsetzen.

Weiteres Vorgehen

Die Agglo Obersee hat mit der Vernehmlassung die Möglichkeit, bis Ende April zu den provisorischen Prüfergebnissen Stellung zu nehmen. Das Bundesparlament wird die Freigabe der Mittel aus dem Nationalstrassen und Agglomerationsverkehrsfond (NAF) im Frühling 2019 beraten. Die ersten Projekte des Agglomerationsprogramms der 3. Generation mit Bundesfinanzierung können ab Sommer 2019 realisiert werden. Die Agglo Obersee ist bestrebt, die einzelnen Projekte zügig zur Baureife zu bringen.

Massnahmen Tabelle 2018

 

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